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Die Welt auf einer Insel

Die Insel La Réunion ist an landschaftlicher und botanischer Vielfalt und Abwechslung kaum zu übertreffen.

Etwa ein Drittel der Inselfläche der Insel La Reunion ist von einheimischen Pflanzen bewachsen, von denen viele endemischer Art sind. Die Entstehung der Insel La Reunion begann in den Tiefen des Indischen Ozeans vor ca. 3 Millionen Jahren mit dem Ausbruch des Piton des Neiges . Vor ungefähr 10.000 Jahren kam der heute über 3.070 Meter hohe Piton des Neiges zur Ruhe. Der zweite und ältere Geburtshelfer der Insel, der Vulkan Piton de la Fournaise ist auch heute noch einer der aktivsten Vulkane der Erde. Seine Entstehung rechnet man auf ca. 500.000 Jahre zurück.

Die Gründung des Nationalparks die Anerkennung der Insel La Reunion als Weltnaturerbe (UNESCO) zeugen von einer Sensibilisierung der Bevölkerung von La Reunion und einem modernen Umweltbewusstsein.

Die Insel La Reunion  ist ein Paradies für Naturliebhaber und Entdecker : Hier findet man eine außerordentlich gute Infrastruktur und ein sehr gut strukturiertes Wandernetz. Das Ideale Urlaubsziel gegen Langeweile.

 

 

"Geboren" wurde die Insel in den Tiefen des Indischen Ozeans vor ca. 3 Millionen Jahren und zusammen mit den Schwesterinseln Mauritius und Rodrigues gehört La Reunion dem sogenannten "Archipel der Makarenen" an.

In 1502 wurde die Insel unter dem Namen "Diva Morgabine" erstmalig auf einer Karte verzeichnet und in 1638 wurde die Vulkaninsel im Auftrag König Ludwig XII unter der Führung des Kommandanten Saint Alexis besetzt. Seit dieser Zeit gilt die Insel offiziell auch als besiedelt und bewohnt.

In 1642 wurde der Insel in königlichem Auftrag der Name "Ile Bourbon" gegeben, zeitgleich mit der Konzession der "Compagnie des Indes orientales" und der Einrichtung einer Zwischenstation auf der Gewürztransport-Route nach Indien.

Zur etwas düsteren Vergangenheit der Insel gehört in 1646 die Aussetzung der 12 Meuterer. Nach und nach wurden aus Frankreich Waisen, sozial schwer zu sozialisierende und Straffällige nach La Reunion gebracht und ausgesetzt.

In 1665 wurden unter dem Befehl von Etienne Regnault die Grundsteine gelegt für die Kolonialisation der Insel, begleitet von ca. 20 Franzosen,  die freiwillig diesen Dienst antraten und unterstützt von Sklaven aus Madagaskar, die sich in der Nähe von Saint Paul niedergelassen hatten.

 

Ein weiteres düsteres Thema in der Geschichte der Insel La Reunion: 

In 1723 wurde der "Code Noire" erlassen. Das "Schwarze Gesetzbuch" legalisierte bis 1848 die Sklavenhaltung.

In 1735 wurde Mahé de La Bourdonnais zum Gouverneur der Insel Bourbon ernannt und seit 1738 ist Saint Denis die Hauptstadt der Insel.

 

Danach folgte von 1793 bis 1848 eine lange Phase mit vielen Turbulenzen, was die Namensgebung der heutigen Insel La Reunion betrifft:

Am 19. März 1793 wird die Insel das erste Mal unter dem Namen "La Reunion" erwähnt. Man geht davon aus, dass die Hintergründe für diese Namensgebung in der in Frankreich zeitgleich stattfindenden Französischen Revolution zu finden sind (Generalversammlung "Etats Generaux"in Verbindung mit der Abschaffung der Privilegien für den Adel und Klerus.

Denkbar ist aber auch, dass der zur damaligen Zeit moderne Begriff "Vereinigung" (frz. la réunion)   vom damals amtierenden  französischen Kolonie-Minister Gaspar Monge vorgeschlagen wurde. Der französischen Revolution war ja zu verdanken, dass die Freiheit, sich zu versammeln erlaubt wurde und in die Verfassung einging.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts (1806) tägt die Insel den Namen "Ile Bonarparte", danach erneut "Ile Bourbon" und seit 1848 endgültig den Namen "Ile de la Réunion".

 

In 1810 wird die Insel infolge der Niederlage Napoleons eine Besitzung der Engländer und in 1815, unter dem "Traité de Paris" wird La Reunion den Franzosen wieder übergeben.

Am 20. Dezember 1848 ibeschließt das Pariser Dekret die Abschaffung der Sklaverei und unter Sarda Garriga, dem amtierenden Generalkommissar wird die Abschaffung der Sklaverei auch umgesetzt.

Über 60.000 Sklaven werden zu freien Bürgern, die zum Großteil die Plantagen verlassen. Es beginnt im Zuge der fehlenden Arbeitskräfte eine Einwanderungswelle aus Indien, China und Madagakar. Der 20. Dezember ist seitdem ein Nationalfeiertag auf der Insel, der mit viel Aufwand gefeiert wird.

Seit 1946 ist La Reunion ein französisches Überseedepartement und seit 1982 mit dem Statut  einer  französischen Region, was erweitere finanzielle Förderungen mit sich brachte.