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Grundsätzliche Informationen über La Reunion

 


Ca. 9200 km von Paris entfernt findet man das südlichste Departement Frankreichs, die Insel Réunion. In der näheren Umgebung befinden sich die Inseln Mauritius und Madagaskar. Aufgrund Ihres vulkanischen Ursprungs weist die Insel zwei Vulkane auf den Piton des Neiges, der mit einer Höhe von 3069 m der erloschene Vulkan ist und der Piton de la Fournaise, ein 2630 m hoher noch Aktive Vulkan. Doch steht Piton de la Foumaise unter ständiger Bewachung des vulkanischen Observatoriums in der Plaine des Palmistes, das jede Bewegung in der Erde registriert. Auch ist ein natürlicher Schutzwall über die Jahrhunderte entstanden, der die Lavaströme in einer weiten Einfriedung, die bis zum Meer reicht, zurückhält. Doch hat die Natur auch etwas anderes, vielleicht in der Welt Einzigartiges zu bieten : die drei grandiosen Talkessel, den Cirque de Mafate, den Cirque de Cilaos und den Cirque de Salazie. Diese sind wie ein Kleeblatt um den Piton des Neiges, der ihren Mittelpunkt bildet, angeordnet. Im allgemeinen findet man auf Réunion tropisches Klima, doch gibt es zwei Klimazonen, eine heiße und feuchte Aufwindseite und eine heiße und trockene windabgewandte Seite. Außerdem sind durch das unterschiedlich geprägte Relief über 200 Mikroklimazonen entstanden. Auch gibt es zwei Jahreszeiten. Von Dezember bis April dauert die heiße und feuchte Jahreszeit und von Mai bis November die trockene und frische. Auf Réunion findet man einen Reichtum der Flora, wie Ylang -Ylang, Geranium, Vetivier und der Fauna, die buntschillernden Korallenbänke und Tiefseefische. 1646 ließen sich die ersten Siedler in Saint-Paul nieder. Durch die verschiedenen Einwanderungswellen (Inder, Madagassen, Afrikaner) entstand im Laufe der Jahrhunderte ein außerordentliches Völkergemisch, das sich in allen Facetten des Lebens widerspiegelt.

Besichtigungen
Die erste Begegnung mit Saint-Denis hat man bei der Ankunft auf dem Flughafen "La Réunion Rolland-Garros", der nach dem auf der Insel geborenem Flugpionier benannt wurden ist. Saint-Denis. die Hauptstadt und Präfektur der Insel, zählt 12000 Einwohner. In der Stadt befinden sich alle bedeutenden administrativen Einrichtungen, wie Generalrat, Regionalrat, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Rektorat, Universität, Arbeitsamt, regionale Zollbehörde... Bei einem Spaziergang durch das "alte Saint-Denis" folgt man unwillkürlich einem Weg anfangen am Meeresufer, wo der Barachois liegt und alte, auf das Meer gerichtete Kanonen an den ersten Hafen von Bourbon und an die Angriffe der Engländer erinnern. Auf dem Place du Barachois ehren drei Statuen Mahe' de la Bourdonnais, General Charles de Gaulle und den Flieger Rolland Garros, der 1888 auf der Insel geboren ist. Das älteste Bauwerk, die Präfektur, eine Büste von Leconte de Lisle in einer kleinen Grünanlage, die Universität, das Generalsekretariat und ehemalige Lagerhäuser der Ostindienkompanie, die in Büros oder Restaurants umgebaut worden, sind heute Zeitzeugen, die die Geschichte Réunions erzählen. Die Rue Maréchal, eine bunte und belebte Straße, zeigt die Vielfalt der Kulturen, denn sie beherbergt einen tamilischen Tempel, eine chinesische Pagode und eine große Moschee. Bis zum Jardin d'Etat säumen sich viele hübsche kreolische Häuser die Rue de Paris. Im letzten Jahrhundert wurde der frühere bischöfliche Palast erbaut, in dessen einem teil sich das "Musée Léon Dierx" befindet, wo man eine kostbare Sammlung mit Werken von Cézanne, Chagall, Delacroix, Dufy, Gaugin, Manet, Picasso, Renoir, Toulouse Lautrec bewundern kann. Durch den Jardin d'Etat, der für seine Sammlung seltener Pflanzen berühmt ist, führt eine Allee bis zum Kolonialpalast, dem heutigen für Museum Naturgeschichte (Musée d'Histoire Naturelle). das Maison des Cultures de l'Océan Indien, der ehemalige Sitz des Regionalrates, verfügt über eine Mediathek und eine Videothek, und organisiert thematische Ausstellungen und Veranstaltungen.

Die windabgewandte Seite
In den Orten Boucan-Canot, Saint-Gilles, L'Hermitage, la Saline, Saint-Leu und Etang-Salé stehen den Touristen viele Möglichkeiten offen, um den Urlaub am Meer so richtig zu genießen. Auf dem Friedhof von Saint-Paul, dem Cimetiére Marin, befinden sich die Gräber zahlreicher, vor allem der Insel berühmter Leute, wie das Grab des Piraten La Buse, das sich zu einer regelrechten Pilgerstätte entwickelt hat oder die Gräber von mehreren Dichtern, z.B. Parny, Dayot und schließlich Leconte de Lisle. Ein unbedingtes Muß ist der Besuch des Marktes an einem Samstagvormittag mit seinen vielen Obst-, Gemüse- und Korbwarenständen. Saint-Paul ist auch ein optimaler Ausgangspunkt für Ausflüge in die Berge : über la Petie France gelangt man zu dem Piton Maido, wo sich dem Besucher ein ganz neues Réunion eröffnet. Der Weg führt entlang Serpentinenstraße, die sich durch schöne Akazien -, Pinien- - und Azaleenwälder schlängelt. Je höher man kommt, desto schöner und herrlicher werden die Wälder. Auch heben sich die Vegetationsstufen deutlich hervor, erst kommt man durch einen Bambuswald, auch Kalumets genannt, dann durch einen Wald aus riesigen Tamarinden, die jedoch mit zunehmender Höhe immer kleiner werden und schließlich vom Stechginster abgelöst werden. Eine erstaunliche Landschaft, die einen bis zur Ankunft auf der Spitze des Piton Maido, mit einer Höher von 2190 m, immer wieder zu überraschen weiß. Nachdem man den Piton Maido passiert hat, öffnet sich der Cirque de Mafate, der wildeste und ursprünglichste der drei Cirques auf Réunion. Von Wällen, die aus Überresten ehemaliger Krater gebildet worden, eingeschlossen, ist der Cirque de Mafate nur zu Fuß oder per Helikopter, der eine wichtige Rolle im Leben der Bewohner von Mafate spielt, zu erreichen. Besonders empfehlenswert ist die Straße ab Grand Bénare, wo man einen schönen Ausblick auf die Küste hat. Auch ist diese Straße ein Ausgangspunkt in verschiedene Richtungen der Insel, z.B. zum Piton de la Glacière, le Grand Bénare, le Piton Rouge und le Piton Bénare, wo sich eine schöne Sicht auf den Cirque de Cilaos bietet. Auch erreicht man viele Orte an der Küste, wie Saint-Gilles oder Saint-Leu. Auf der Straße nach Saint-Gilles-les-Hauts muß man unbedingt am Musée de Villèle anhalten. Denn diese ist eine der bedeutendsten Plantagen des 19. Jahrhunderts, die restauriert und als historisches Museum wieder eröffnet wurde. Porzellan der Ostindienkompanie, Waffen, Schiffsmodelle und noch andere sehenswerte Dinge werden dort ausgestellt. Der Fluß "Ravine Saint-Gilles" schlängelt sich durch eine tropische Landschaft und verwandelt sich in Wasserfülle, die vier Becken bilden das "Bassin Malheur", das "Bassin des Aigrettes", das "Bassin Bleu" und das "Bassin Comoran". Wunderschöne Plätze für ein Picknick, das "schlafende", réunionaisische Chamäleon und ein 1 8-löcher-Gol~latz findet man dort in der Umgebung. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu dem Badeort Saint-Gilles-les-Bains. Palmen, vor allem aber Filaosbäume säumen den schönen Strand. Hübsche Villen und Hotels sind in dem Wald, der sich ca. 10 km um den Strand entlang zieht, versteckt. Saint-Gilles, eine kleine und durch die vielen Geschäfte und Restaurants belebte Stadt besitzt neben Saint-Leu den einzigen Segel- und Angelhafen der windabgewandten Küste. Viele Plätze, die gerne zum Picknick auf gesucht werden, besitzt der kleine Badeort Saint--Leu. Gebäude aus Lavagestein und ehemalige Handelskonture der Ostindienkompanie kann man beim Bummeln durch die Straßen bewundern. "Stella Matutina", eine ehemalige Zuckerfabrik und heute das Landwirtschaftsmuseum, zeigt mit vielen Ausstellungen die Pflanzenwelt und besonders die Entwicklung der Industrie auf der Insel. Auf den Höhen von Saint-Leu befindet sich das "Conservatoire Botanique Nationale de Mascarin". Dort werden duzende Pflanzenarten, die einmalig auf der Welt sind, kultiviert. Durch verschiedene Aktivitäten, wie Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Diavorträge und geführte Besichtigungen, die der Eröffnung 1991 verstärkter durchführt werden, möchte das Konservatorium die Bevölkerung für den Umweltschutz sensibilisieren. Wilde Küste, Schwarze Felsen, Schwarzer Sand und ein brausender Ozean findet man schon ganz nah vor dem Badeort, den "Souffleur" und den "Gouffre de l'Etang Sale"'. Kilometerlanger Strand aus schwarzen Sand, Dünen, die Spur einer Korallenmauer, eine Lagunenzone für Surfer, ein kleiner Angelhafen, Picknickplätze und ein 9-Loch-Golfplatz machen Etang-Sale' zu einem sehr beliebten Badeort auf der Insel. Doch nicht nur deswegen ist die Stadt berühmt. Denn dort werden die Stühle von Le Golf nach traditioneller Art und Weise hergestellt und auch die alten, bekannten kreolischen Hüte aus maskarenischen Palmenfasern geflochten. Mit der Ankunft in Saint-Louis erreicht man auch den letzen Ort der windabgewandten Küste. Die Stadt als Wiege des Tischlerhandwerkes beherbergt das Holzhandwerkszentrum "Centre Artisanal du Bois de Riviere Saint-Louis", das die Herstellung von Möbeln im Stil der Ostindienkompanie wieder aufgenommen hat. Auch ist Saint-Louis der Ausgangspunkt der wunderbaren Straße nach Cilaos und Makes. Auf dem Gipfel ankommen kann man einen herrlichen Blick auf den Cirques de Cilaos genießen.

Saint- Pierre und der Süden
Die Hauptstadt in des Südens ist Saint-Pierre, eine Stadt, die sowohl durch einen langen, von einer Lagune gesäumten Strand und einen Segelhafen zum Ozean und durch einen Zugang zu den Bergen hin geöffnet ist. Etwas weiter südlich ist ein schöner Strand an der Wildküste von "Grand Anse und Manapany", der den Besucher zum Baden einlädt. Hinter der Stadt steigt das grüne Land allmählich an. Man erklimmt das Hinterland von "Le Tampon", "L'Entre-Deux" oder die Höhen von "Petite Ile". Je näher man Saint-Philippe kommt, desto mehr verwandelt sich der Süden in einen riesigen Wald, der das größte Naturschutzgebiet der Insel bildet. Vom Meer bis zum Vulkan hin steigt das Land in vier sehr verschiedenen Zonen stufenförmig an: eine Vacoas-Zone, eine Filaos-Zone, eine Zone "Bois Couleur" und eine Zone der roten Bergpalmen. Der Besucher wird auf vielen Straßen von "Basse Vallée", "Baril" oder "Maré-Longue" in diese wundervolle Welt des Tropenwaldes geführt. Auch ist Saint-Philippe der Gewürzgarten Réunions, denn der über 3 ha große "Jardin des Epices et des Parfüms" erstreckt sich in der Nähe. Einige endemische Arten, zahlreiche Gewürze und viele heimische Obstbäume wachsen dort. Eine Besichtigung wird mit einem heimischen Leiter durchgeführt, der den Garten und die mit ihm verbundenen Geschichten sehr gut kennt. Mit dem Verlassen von Saint-Philippe betritt man den Auswurfbereich des Piton de la Fournaise "Le Grand Brûle"', der im Norden von dem Wall des "Bois Blanc" und im Süden von dem Wall "Le Tremblet" begrenzt wird. An dieser Stelle begegnen sich der Vulkan und der Ozean. Unvermittelt brechen die Lavaströme in die Landschaft ein und zerstören auf ihrem Weg alles, was ihnen in die Quere kommt. Bei der Ankündigung von neuen Eruptionen wird diese Gebiet zur Attraktion der Insel, den alle Réunionaisen eilen zum "Grand Brûle"', um dem Schauspiel beizuwohnen. Zuckerrohr und die schönsten Orchideen, davon die bekannteste die Vanille ist, gedeihen hier aufgrund der feuchten und heißen Luft, die der Passatwind mit sich bringt. Hinter dem "Grand Brûle"' erstreckt sich über 25 km die Ortschaft Sainte-Rose, deren Bild durch Gärten und Blumen bestimmt wird : Vanille und Palmkohl, Bananenplantagen, Orangen und Mandarinenbäumchen. Auch fügen sich bunte Häuser und in kräftigen Farben umrahmte Fenster mit in das Bild ein. Ein Lavastrom bedeckt 1997 den Ort, doch seine Einwohner hatten noch genug Zeit, vor der flüssigen Glut zu fliehen. Alle Häuser wurden zerstört, außer die kleine Kirche, die von den Strömen umschlossen und verschont wurde. Aufgrund dessen hat die Kirche einen neuen Namen "Notre Dame des Laves", die seither eine neue Touristenattraktion ist. Ebenfalls an der Küste erstreckt sich über 20 km der Ort Saint-Benoit. Mango, Lychee -, Ananas -, Orangen - und Mandarinebäume, Bananen- und Kokospalmen werden dort aufgrund des fruchtbaren Bodens kultiviert.

Der Cirques des Salazie
"Voile de la Mariée" (Brautschleier), "Ravine Blanche", "Ravine de Caverne" sowie "Ravine Mazarin", die das Trou de Fer speisen und nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind, sind viele legendäre Wasserfälle in dieser Region. Entlang des "Rivière des Marsouins" steigt eine sehr schöne Straße nach Takamaka an. Man erreicht mit dem Auto die Plattform, die sich in 522 m über dem Fluß und der unterirdisch erbauten Stromzentrale befindet. Am Zufluß der fünf Wasser L'Arc en Ciel, Surplomb, Petit und Grand Gingembre und Petit Cimetiére liegt das bekannte Stauwerk Takamaka 1, wo auch viele Bäche zusammenfließen. Aufgrund des wachsenden Strombedarfs mußten ein zweites Wehr, Takamaka II und ein neues unterirdisches Kraftwerk erbaut werden. Auf Wegen, die die französische Elektrizitätsgesellschaft EDF angelegt hat, erreicht man die Stauwerke und die Wasserfälle. Auch kann man in das Tal hinabsteigen, zu den wilden Becken oder weiter bis in den "Forêt de Bébourg" gehen. Edmond Albius, einst ein Sklave, ist ein König in dem Reich der Vanille. Angeregt durch seinen Herren interessierte sich der Junge für die Botanik und fand eine Möglichkeit zur Bestäubung der Vanille. Damit erlangte er Freiheit und Réunion verdankte ihm dadurch eine anerkannte Lebensgrundlage. Die Bevölkerung des Königreichs des Zuckers besteht weitgehend aus indischen Einwanderern, in der Mehrheit aus Tamilen.

Réunion der Sensationen
Extra für den Freizeitsport scheint diese Insel angelegt wurden zu sein, denn das günstige Klima und die Landschaft sind geradezu für eine breite Palette für jede Art der Freizeitsportarten geschaffen, die ständig mehr und mehr Menschen anziehen. Wandern, Mountainbiking, Canyoning, Gleitsportaten oder Reiten sind nur einige Beispiele.

Réunion-Treffpunkt der Kulturen
Réunion, eine Insel mit 665000 Einwohnern bietet ein buntes Durcheinander vieler Kulturen aus Ost und West. Ein Treffpunkt der Kulturen, der sich zu keinem Kontinent zählen läßt. Geographisch gesehen liegt die Insel bei Afrika und nicht Afrikanisch. Administrativ gehört sie zu Frankreich und ist dennoch nicht europäisch. Auch kommt ein Großteil der Einwohner ursprünglich aus Asien und Réunion ist nicht asiatisch. Die Nachfahren der Europäer, Madagassen, Inder, Chinesen und Afrikaner, ein Patchwork an Hautfarben und Religionen sind ein Beispiel für das friedliche Zusammenleben vieler Kulturen. Mit dem Christentum an erster Stelle vor dem Hinduismus, der von dem Buddhismus und dem Islam gefolgt wird, sind alle großen Weltreligionen auf der Insel vertreten. Das Resultat ist ein großer buntdurchmischter Veranstaltungsplan mit vielen religiösen Festen. Sehr empfehlenswert ist das hinduistische Fest für die Göttin SRI LAKSMI "DIPAVALI", das Lichtfest. Dieses Fest feiert den Sieg des Guten über das Böse, des Wissens über die Unwissenheit, des Lichtes über die Finsternis.

Klima
Die Temperaturen auf La Réunion schwanken während des Jahres nur geringfügig. Es ist das ganze Jahr über hochsommerlich warm, die Durchschnittstemperaturen im kältesten Monat August liegen nur um ca. 5 Grad unter den Temperaturen des wärmsten Monats Januar. In den "Wintermonaten" Juni bis August kann es am Abend etwas kühl werden. In den Küstenregionen liegen die Täglichen Höchsttemperaturen zwischen 25 und 31 Grad. Im Bergland sollte man im Sommer wie im Winter auf frischere Temperaturen eingestellt sein. An der Küste sinken die Temperaturen selbst im Winter nicht unter 16 Grad.